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Oberhalb Bad Liebenstein´s stehen auf dem 463m hohen Schlossberg die Übereste der Burg Liebenstein.
Erstmals erwähnt wurde die Burg bereits 1360, als die Herren von Stein, die bereits auf dem Altenstein saßen, die Burg als erbliches Lehen erhielten.
Der Ursprung der Burg ist aber älter, Historiker glauben, dass sie bereits aus dem 11. Jhd. Stammt. Oftmals waren die Vorläufer der Steinburgen hölzerne Wachtürme und hölzerne Burgen.
Der Name „Liebenstein“ dürfte aus dem mittelhochdeutschen stammen und leitet „lie“ oder „liewe“ her, was soviel wie „schattiges Laubdach“ bedeutet.
1525 ließen die Bauern den damaligen Burgherren Lips v. Stein auf die 12 Artikel schwören.
Die wehrhafte Anlage, im Kern aus dem 14. Jahrhundert, war mehrfach Schauplatz kriegerischer Auseinandersetzungen.
1525 ließen die Bauern den damaligen Burgherren Lips v. Stein auf die 12 Artikel schwören.
Die Burg wurde im Bauernkrieg 1525 belagert, dann im Verlauf der Grumbachschen Händel 1566 erstürmt und beschädigt. 1673 fiel die Burg an Ernst den Frommen von Sachsen-Gotha, um dann 1681 in Erbteilung an die meiningische Linie zu gelangen. Sie wurde mehrfach verpfändet und 1710 an die Familie von Fischern verkauft. Im Jahr 1800 kam sie wieder in den Besitz des Herzogs von Sachsen-Meiningen, Georg I., der die Ruine konservieren und restaurieren ließ. So wurde beispielsweise der Eingang des Palas durch eine hohe, noch erhaltene Bogenbrücke mit der Ringmauer verbunden.
Die Burg besteht aus einem älteren mit einem Gewölbe unterkellerten und einem jüngeren Palas. Beide sind durch eine 1,60m dicke Wand getrennt, da sie aus unterschiedlichen Bauepochen stammen.
Auf den Steinkonsolen lagen die Balken auf. Diese sind heute teilweise noch erhalten. Angriffe waren nur von Süden zu erwarten, wo der Burg ein Zwinger vorgelagert und die Zwingermauser am dicksten war.
Beim Bau der Burg als Wehranlage wurde das Gelände geschickt genutzt. Die unregelmäßig verlaufende Ringmauer folgt der schmalen Hochfläche des Felsens und mündet in die noch vollständig erhaltenen, drei Stockwerke hohen Umfassungsmauern des viergeschossigen Palas, der aus einem älteren, mit Gewölbe unterkellerten Teil und einem von ihm durch eine Wand getrennten jüngeren Teil besteht. Die heute noch erhaltene Umfassungsmauer des Palas und Reste der Ringmauer der ehemaligen Burg geben nur einen unvollständigen Eindruck der ursprünglich weitläufigeren Gesamtanlage wieder.
Im Jahre 2002 wurden erstmals Ausgrabungen vom Landesarchäologischen Denkmalamt in Weimar durchgeführt. Man suchte eigentlich die Zisterne der Burg. Gefunden hat man zwar keine Zisterne, sondern einen verschütteten Keller im jüngeren Teil des Palases. Leider hat man bei der Grabung die massiven Sandsteinblöcke, die das Gewölbe bildeten zerschlagen.
 
Bei weiteren Ausgrabungen im Hof der Burg fand man in etwa 1,20m Tiefe Mauerreste, die Überreste eines Turmes, Knochen und alte Ofenkacheln, sowie einen Nürnberger Reichspfennig.


Auch kamen die üblichen Sporen, Messerklingen und Armbrustbolzen zum Vorschein. Interessant war auch, daß original Dachziegeln des Daches in geringer Tiefe gefunden wurden.
Leider wurden die Ausgrabungen im Oktober 2002 beendet und nicht wieder aufgenommen.
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