Eisenach

 

 

Eisenach

 

Wer denkt bei der alten Stadt Eisenach nicht zuerst an die Wartburg und den Sängerkrieg. Aber auch „unterirdisch“ gibt es vieles ungeklärtes.

Als eine der ältesten Garnisonsstädte Thüringens war Eisenach immer von Soldaten bevölkert. Dies sieht man an den alten Kasernenbauten in der Stadt, aber auch an verschiedenen Schießplätzen und Munitionsanstalten im Umfeld der Stadt.

Als einen die Stadt prägenden Industriezweig muß man vor allem die Autoindustrie nennen. Vor allem BMW-Eisenach hatte über Jahrzehnte einen klangvollen Namen.

Aber auch das Mittelalter bietet mit den alten Katakomben unter der eigentlichen Altstadt noch viel ungeklärtes. Diese Gänge erstrecken sich vom Johannisplatz zum alten Stadtschloß und zum alten Kloster.

 

 

 

 

Außerhalb der Stadt unterhalb des sogenannten „Dürrerhofes“ entstand bereits in nur einjähriger Bauzeit von 1936 – 37 das sogenannte Schattenwerk des BMW – Konzerns. Auch ein unterirdischer Komplex war hier vorhanden. Zuerst wurden hier Flugzeugmotoren gebaut und die Luftwaffensoldaten der nahen Fliegerschule ausgebildet, zu Kriegsende wurden Panzer repariert.

Die Luftwaffensoldaten gehörten zum Luftgeschwader 9, welches auf dem Kindel beheimatet war.

Zu Kriegsende kam es direkt auf dem Dürrerhof  zu Gefechten mit den vorrückenden Amerikanern. Hiervon zeugt noch der Soldatenfriedhof, der als Kriegsgräberstätte ausgewiesen ist.

Die Russen haben dann den Industriekomplex vollständig demontiert, ebenso die ausgelagerten Fertigungen, die sich in Abterode und Glücksbrunn befanden.

Die unterirdischen Teile und die geschliffenen Produktionshallen wurden etwa bis Mitte der 80er Jahre als Stadtmülldeponie von Eisenach genutzt. Gleich daneben gründete sich eine Kleingartenanlage, die auch heute noch besteht. Die ehem. Deponie ist gut 2m übererdet, aber ihre Spuren und Belastungen für die Natur und Umwelt sind gut sichtbar.