Erfurt

Als eine der ältesten Städte Thüringens, deren Geschichte weit zurück zu verfolgen ist, gibt es neben dem mittelalterlichen Kellern und Katakomben, auch militärisch, luftschutztechnisch und produktionsmäßig einige unterirdische Anlagen.

An erster Stelle ist hier der „Steiger“ zu nennen. In dessen Umfeld kam vor allem mit den Kasernenbauten eine starke militärische Nutzung in den Vordergrund. Mit der Verschärfung des Luftkrieges gegen zivile deutsche Ziele, machte sich eine teilweise Untertageverlagerung und ein Schutz der Einwohner Erfurt´s erforderlich.

 

Bunker am Steiger

Begehbar am Erfurter Steiger sind drei Bunkeranlagen die allerdings nicht miteinander verbunden sind. In der Endausbauphase sollte dies aber geschehen. Der oberste Bunker ist ein ehem. Brauereikeller. Der Hauptgang verläuft im Karree, rechts und links in der Wand befinden sich die Nischen für die Fässer. Im hintersten Teil befindet sich ein ausgebauter Fahrstollen.

 

 

 Mehrere Luftschächte verlaufen gerade nach oben. Im vorderen Teil der Anlage befand sich der Eiskeller. Gut erkennbar sind noch die Abwurfschächte.

Die zweite Anlage befindet sich wenige Meter unterhalb des Brauereikellers. Diese Anlage ist sehr verwinkelt, hat aber einen fertig ausgebauten Hauptstollen in dem zu Kriegsende produziert wurde. Der Durchschlag zur Straße wurde nicht mehr fertig. Die Anlage liegt teilweise unter der jetzigen Kegelbahn und dem AWO-Heim.

Die dritte Anlage befindet sich gegenüber der jetzt abgerissenen Schuhfabrik.

 

Angeblich wurde die jetzige ICE-Trasse umprojektiert, da der ursprüngliche Verlauf über den Steiger zu viele Probleme aufgeworfen hätte. Man vermutet hier weiter unterirdische Anlagen.