JONASTAL

 

Kaum ein Gebiet in Deutschland beschäftigt die Historiker, Geschichtsinteressierte und Hobbyforscher mehr als das Jonastal mitten im Herzen Thüringens. Das Jonastal beginnt an der südlichen Ausfahrt der alten ehrwürdigen Stadt Arnstadt und endet kurz vor dem kleinen Dorf Crawinkel.

Geschürt wird die Diskussion um dieses Gebiet auch seit Jahren von mehr oder weniger seriösen Schriftstellern die die Diskussion pro und contra Atombombe bzw. –forschung noch forcieren.

Hier wurden einmal 12 und weiter östlich noch einmal 13 Stollen in den beachtlichen Steilhang getrieben. Im Spätsommer des Jahres 1945 erstellte der Arnstädter Architekt Ernst Kott (26.4.1887-9.10.1954) im Auftrag der russ. Besatzungsmacht ein Aufmaß der Stollen und eine Dokumentation über die Baustellen. Kott war zu diesem Zeitpunkt selbständig und soll keine Hilfskräfte für die Arbeiten im Jonastal beschäftigt haben. Zuvor soll Kott bei der  Lanzbergischen Güterstiftung gearbeitet haben.  (Buchenwldarchiv 62-79-13)

Dann wurden die Stollen gemäß den Demilitarisierungsvorstellungen der Alliierten gesprengt – das heißt man sprengte die Eingangsportale bis zum ersten Querschlag, der Rest der Anlage steht heute noch, wenn auch sehr instabil.

Allein die Tatsache dass hier 44 Jahre die Russen herrschten, lässt dieses Gebiet noch geheimnisvoller erscheinen.

 

…. Und die Zeit lässt Legenden wachsen…..