Lichtentanne

Das Thüringer Schiefergebirge

 

Vom 12.-15.6.2001 unternahm das Team geo-tec eine

Befahrung mehrerer Objekte im Raum Lehesten-Lichtentanne.Wir wollten uns mehrere stillgelegte Schiefergruben,in denen über Jahrhunderte Schiefer gebrochen wurde,anschauen.

 

 

Die Entstehung des Thüringer Schiefers

 

 

Der Thüringer Schiefer,oft auch das Blaue Gold genannt,entstand vor ca 330 Millionen Jahren durch Sedimentation feinkörniger mariner Tone in einem Landfernen Stillwasserbecken.Durch einen mehrere 1000m mächtige Schichtenfolge wurden diese Pelite von grobkörnigen Material überlagert.Die spätere Auffaltung der Variszischen Gebirge ließ durch hohe Drücke und Temperaturen einen Tonschiefer, im eigentlichen Sinne ein „Druckschiefer“.Die Schichtungen & Schieferungen bilden stets deutliche Winkel von 15-20 Grad und mehr.

Der Schiefer besteht zu 70% aus Siliziumoxid,zu 12% aus  Aluminiumoxid,5% Eisenoxid und zu gringeren Teilen aus Kalzium-,Magnesium-,Natrium-,Kalium-,Schwefeloxiden.Der Kohlenstoffgehalt beträgt 1,50%.

Der Hauptabbau wird im Oertelsbruch in Lehesten betrieben.

 

 

Die Grube Gotteshilfe

In einem alten Tagebau richteten wir unser Camp ein und begannen mit der Aufwältigung der vermuteten Grube „Gotteshilfe“ von Hand.

Über dem vermuteten Stollenmundloch war deutlich der schräggestellte Schiefer zu erkennen.Es gelang unter der Firste in den Gang zu kommen.

Der Gang selber war etwa 2-2,20m hoch und an der Sohle etwa 3m breit. Er stand etwa 1m hoch voll Wasser. Zwei Mann des Teams befuhren in Gummianzügen den etwa 100m langen Gang, ein Mann sicherte im „trockenen Bereich“ des Ganges,

drei weitere Mann des Teams sicherten vor dem Stollen.

Der Gang war leicht ansteigend.

Am vorläufigen Ende war ein Einbruch, der mit Schutt und Müll von oben verfüllt war

.Diese Loch befand sich als senkrechter Schacht in unserem Camp.

Eine weitere Aufwältigung

War nicht möglich,die Befahrung wurde abgebrochen.

Die Grube „Blaues Glück“

Am nächsten Tag fand eine eingehende Befahrung der Grube „Blaues Glück“ durch unser Team statt.

Wir besichtigten zunächst den großen Tagesbruch oberhalb des ehem. Hauptstollens. Mit seinen gut 20m Tiefe und ca 40m Durchmesser wirkt dieser etwa 30 Jahre alte Einbruch gigantisch. Galerieartig sind einige Stollen in einigen Metern Tiefe freigelegt.

Der gesamte Einbruch ist mit Bäumen zugewachsen, die beträchtliche Höhe erreicht haben.

 Über einen zweiten Tagesbruch gelangt man unmittelbar in die alten Abbaue. Diese haben stellenweise riesige Ausmaße, sind nicht gesichert.

Im großen Tagesbruch seilten sich zwei Mitglieder des Teams auf die nächste Sohle ab. Ein für eine Befahrung vorgesehener Stollen war abgesoffen .Auf der anderen Seite des Einbruches fanden wir plötzlich ein ca. 90cm x 90cm breites Loch im Boden  .Ein großer eingeworfener Stein, hatte einen freien Fall von ca 4sec .Gleich daneben befand sich ein geöffneter Verbruch über den wir weitere Stollen betreten konnten. Nach einigen hundert Metern war dieser eingestürzt.

Als nächstes befuhren wir eine tiefer gelegene Sohle, die wir zunächst für einen Wasserstollen hielten.

Dieser wurde aber von der Natur im Laufe der Jahre nur dazu gemacht. Nach etwa 200m entdeckten wir einen Bremsberg der noch tiefer nach unten führten.

Dieses Grubenfeld erwies sich als riesig. Nach einer weiteren Stunde beendeten wir die Befahrung. Diese unteren Sohlen erwiesen sich als wesentlich standfester als der zuerst befahrene Bereich, auch wenn hier große Teile erheblich abgesoffen sind. Faszinierend sind hierbei immer wieder von uns „weiße Bereich“ genannte Gebiete.Hier hat das durchdringende Schichtenwasser Kalk ausgewaschen, der sich als weiße Brühe in den Gängen staut, erinnert ein bischen an Milch.

Die Grube „Blaues Glück“ ist im Buch „Hitlers ignorierte Geheimobjekte“ von H.Hatt öfters aufgeführt.Hier ist fast auf jeder Seite die Rede von „..es könnte sein...es wäre möglich...ich vermute...“.

Wir können bestätigen,dass hier mit der Gutgläubigkeit von Hobbyforschern Schindluder getrieben wird. Hatt ist in direkter Verbindung mit dem K.A.K.T.U.S.-Team zu nennen.

Die von Hatt in seinem Buch veröffentlichen Bilder sind an jeder Stelle im Berg zu finden, in Verbindung mit dem Text kann man sie als – fake - ad acta legen.